Work-Life-Balance

Hintergrund

Wer arbeitet, steht vor der teils schwierigen Aufgabe, Beruf und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Familien sind hiervon besonders betroffen. Die Möglichkeit, berufliche und familiäre Verpflichtungen bzw. Bedürfnisse zu vereinbaren,  ist aber wichtig für das Wohl aller Mitglieder eines Haushalts. Regierungen können dabei helfen, indem sie flexible Arbeitsmodelle unterstützen, die es Eltern erleichtern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Abhängig Beschäftigte mit langen Arbeitszeiten

Ein wichtiger Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist die bei der Arbeit verbrachte Zeit. Die vorliegenden Daten lassen darauf schließen, dass lange Arbeitszeiten die Gesundheit beeinträchtigen, die Sicherheit gefährden und den Stress erhöhen. Mit knapp 13% ist der Anteil der Arbeitskräfte, die 50 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten, in der OECD nicht sehr hoch. Die Türkei hat mit 39% den weitaus größten Anteil an Arbeitskräften mit sehr langen Wochenarbeitszeiten. Es folgen Mexiko mit nahezu 28% und Israel mit mehr als einem Sechstel der Erwerbstätigen. Insgesamt arbeiten vor allem Männer lang. Im OECD-Raum haben 17% der männlichen Erwerbstätigen sehr lange Arbeitszeiten, bei den Frauen sind es 8%.

Zeit für Freizeitaktivitäten und persönliches Wohlbefinden

Je länger Menschen arbeiten, desto weniger Zeit haben sie zur freien Verfügung. Dabei ist Freizeit wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und kann die physische und psychische Gesundheit stärken. Im Durchschnitt verwendet ein vollzeitbeschäftigter OECD-Bürger 62% des Tages bzw. knapp 15 Stunden für seine Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen etc) und auf Freizeitaktivitäten (Treffen mit Freunden und Familie, Hobbys, Spiele, Computer, Fernsehen etc.). Auch wenn Frauen weniger Zeit in Erwerbsarbeit verbringen, haben sie nicht unbedingt mehr Freizeit. In den 20 untersuchten OECD-Ländern wenden Männer und Frauen ähnlich viel Zeit für Freizeitaktivitäten auf.

Work-Life-Balance im Einzelnen nach Ländern