Frankreich

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 63.5 Mio.
Besucher pro Jahr 198.4 Mio.
Erneuerbare Energien 7.9 %

Überblick

Frankreich schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nach vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Seine Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen Zivilengagement, Work-Life-Balance und Sicherheit.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Frankreich beläuft sich das bereinigte verfügbare Po-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 29 759 US-$ pro Jahr, was mehr ist als der OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr. Dabei klafft jedoch eine große Lücke zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen nahezu fünfmal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Frankreich 64% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, etwas weniger als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 68% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 61% der Frauen. 8% der abhängig Beschäftigten haben sehr lange Wochenarbeitszeiten. Das ist weniger als der OECD-Durchschnitt von 13%, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 11% und bei den Frauen auf 5% beläuft.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Frankreich verfügen 75% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, womit sich dieser Anteil in der Nähe des OECD-Durchschnitts von 75% bewegt. Dies trifft auf Männer stärker zu als auf Frauen: 76% der Männer und 74% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, erzielten die französischen Schülerinnen und Schüler in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 500 Punkte, was leicht über dem OECD-Durchschnitt von 497 liegt. Die Mädchen schnitten in Frankreich im Durchschnitt um 13 Punkte besser ab als die Jungen; dieser Leistungsabstand liegt über dem OECD-Durchschnitt (8 Punkte).

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Frankreich 82 Jahre und liegt damit zwei Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 86 Jahre, die der Männer 79 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 14,1 Mikrogramm pro Kubikmeter knapp über dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Bei der Wasserqualität schneidet Frankreich auch gut ab: 84% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, etwas mehr als im OECD-Durchschnitt (81%).

Das öffentliche Leben zeichnet sich in Frankreich durch einen mäßigen Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Eigenen Angaben zufolge kennen 89% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 88% etwas tiefer ist. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 80% und war damit höher als im OECD-Durchschnitt (68%). Der sozioökonomische Status kann Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben. In den obersten 20% der Bevölkerung beträgt die Wahlbeteiligung geschätzte 84%, in den untersten 20% liegt sie bei geschätzten 75%; damit ist diese Differenz geringer als im OECD-Durchschnitt (13 Prozentpunkte).

Die Franzosen sind im Allgemeinen etwas weniger zufrieden mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 6,4. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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