Finnland

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 5.4 Mio.
Besucher pro Jahr 6.2 Mio.
Erneuerbare Energien 24.48 %

Überblick

Finnland schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nach vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Bezogen auf Bildung hält es die Spitzenposition und seine Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen Beschäftigung, Umwelt, subjektives Wohlbefinden, Sicherheit, soziale Beziehungen, Wohnen und Work-Life-Balance.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Finnland beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 28 238 US-$ pro Jahr, was weniger ist als der OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr. Dabei klafft eine große Lücke zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen nahezu viermal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Finnland 69% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, mehr als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 70% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 68% der Frauen. 4% der abhängig Beschäftigten und damit deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt (13%) haben sehr lange Wochenarbeitszeiten, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 6% und bei den Frauen nur auf 2% beläuft.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Finnland verfügen 87% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, mehr als im OECD-Durchschnitt (76%). Dies trifft in höherem Maße auf Frauen zu als auf Männer: 84% der Männer, aber 89% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. In der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die finnischen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 529 Punkte. Dieser Wert liegt weit über dem OECD-Durchschnitt von 497 und sichert Finnland im Hinblick auf die Kompetenzen seiner Schülerinnen und Schüler eine Position unter den am besten abschneidenden OECD-Ländern. Die Mädchen schnitten in Finnland im Durchschnitt um 27 Punkte besser ab als die Jungen, dieser Leistungsabstand ist wesentlich größer als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte).

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Finnland fast 81 Jahre und liegt damit 1 Jahr über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 84 Jahre, die der Männer 78 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 7 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Finnland schneidet auch bei der Wasserqualität gut ab: 94% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, mehr als im OECD-Durchschnitt (81%).

Das öffentliche Leben zeichnet sich in Finnland durch starken Gemeinsinn und moderates zivilgesellschaftliches Engagement aus. Eigenen Angaben zufolge kennen 94% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde. Dieser Anteil liegt höher als der OECD-Durchschnitt (88%). Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 69% und war damit etwas höher als im OECD-Durchschnitt (68%). Der sozioökonomische Status kann Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten74%, in den untersten 20% bei geschätzten 61%. Dieser Abstand entspricht dem OECD-Durchschnitt von 13 Prozentpunkten.

Die Finnen sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,4. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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Finnland im Einzelnen