Österreich

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 8.5 Mio.
Besucher pro Jahr 18.9 Mio.
Erneuerbare Energien 29.5 %

Überblick

Österreich schneidet bei der Bewertung der Lebensqualität im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index gut ab. Seine Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen Einkommen und Vermögen, Gesundheit, Wohnen, subjektives Wohlbefinden, Sicherheit, soziale Beziehungen, Umwelt und Bildung.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. Ein österreichischer Durchschnittshaushalt verfügt im Jahr über ein Pro-Kopf-Nettoeinkommen von 32 544 US-$ und hebt sich damit positiv vom OECD-Durchschnitt ab (30 563 US-$). Allerdings ist das Geld ungleich verteilt: Das reichste Fünftel der Bevölkerung verdient etwa viermal so viel wie das ärmste.

Mehr als 72% der 15- bis 64-jährigen Österreicher haben eine bezahlte Beschäftigung, das sind mehr als im OECD-Durchschnitt (67%). Rund 75% der Männer sind erwerbstätig, aber nur 68% der Frauen. Fast 7% der abhängig Beschäftigten müssen sehr lange Wochenarbeitszeiten in Kauf nehmen, das ist weniger als der OECD-Durchschnitt von 13%; auch hier sind die Männer mit 10% in der Überzahl (Frauen: 3%).

85% der österreichischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren haben einen Abschluss des Sekundarbereichs II – im Vergleich ist das ein überdurchschnittlicher Wert (OECD: 74%). Allerdings gibt es ein spürbares Ungleichgewicht zwischen Männern (88%) und Frauen (81%). Die österreichischen Schülerinnen und Schüler erzielten in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 492 Punkte. Dieser Wert liegt über dem OECD-Durchschnitt von 486 Punkten für die Bereiche Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Obwohl in den meisten OECD-Ländern die Mädchen durchschnittlich besser abschnitten als die Jungen, erreichten Jungen in Österreich zwei Punkte mehr als Mädchen.

Die Lebenserwartung bei der Geburt beträgt in Österreich derzeit 81 Jahre – ein Jahr länger als der Schnitt für die Menschen in der restlichen OECD. Dabei können Frauen davon ausgehen, 84 Jahre alt zu werden, Männer 79 Jahre. Die Konzentration von lungenschädigendem Feinstaub in der Luft liegt in Ballungszentren mit 16,3 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem OECD-Durchschnitt von 13,9 Mikrogramm pro Kubikmeter. Bei der Wasserqualität erzielt Österreich dafür bessere Ergebnisse: 93% der Bevölkerung sind mit ihrem Trinkwasser zufrieden, im OECD-Durchschnitt sind es nur 81%.

Das öffentliche Leben in Österreich ist geprägt durch einen starken Gemeinsinn und hohes bürgerschaftliches Engagement. 92% der Bevölkerung konnten eine Person angeben, die ihnen im Notfall helfen würde – dieser Anteil ist im OECD-Durchschnitt etwas niedriger (88%). Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den vergangenen Wahlen 75%: Damit liegt sie über dem OECD-Schnitt von 69%. Die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten können die Wahlbeteiligung beeinflussen, in Österreich jedoch fällt dieser Effekt allenfalls gering aus.

Die Lebenszufriedenheit der Österreicher ist höher als die des durchschnittlichen OECD-Bürgers. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,0. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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