Österreich

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 8.4 Mio.
Besucher pro Jahr 17.2 Mio.
Erneuerbare Energien 28.11 %

Überblick

Österreich kommt in mehreren Teilbereichen des Better Life Index unter die Top Ten, kann also mit einer guten allgemeinen Lebensqualität aufwarten.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. Ein österreichischer Durchschnittshaushalt verfügt im Jahr über ein Pro-Kopf-Nettoeinkommen von 29 256 US-$ und hebt sich damit positiv vom OECD-Durchschnitt ab (23 938 US-$). Allerdings ist das Geld ungleich verteilt: Das reichste Fünftel der Bevölkerung verdient fast viermal so viel wie das ärmste.

Mehr als 73% der 15- bis 64-jährigen Österreicher haben eine bezahlte Beschäftigung, das sind mehr als im OECD-Durchschnitt (65%). Rund 78% der Männer sind erwerbstätig, aber nur 67% der Frauen. Die Österreicher kommen auf 1 699 Arbeitsstunden pro Jahr und liegen damit unter dem OECD-Durchschnitt von 1 765 Stunden. Eine weitere wichtige Größe ist die Länge der Arbeitszeiten. Etwa 9% der abhängig Beschäftigten müssen sehr lange Wochenarbeitszeiten in Kauf nehmen, was dem OECD-Durchschnitt entspricht; auch hier sind die Männer mit 13% in der Überzahl (Frauen: 4%).

82% der österreichischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren haben einen Abschluss des Sekundarbereichs II – im Vergleich ist das ein überdurchschnittlicher Wert (OECD: 75%). Allerdings gibt es ein spürbares Ungleichgewicht zwischen Männern (87%) und Frauen (78%), das ebenfalls größer ist als im OECD-Durchschnitt. Frauen sollten also bestärkt werden, sich mehr als bisher an weiterführender Bildung zu beteiligen. Die österreichischen Schülerinnen und Schüler erzielten in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 498 Punkte. Dieser Wert liegt leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 497 Punkten für die Bereiche Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Die Mädchen waren im Durchschnitt um 4 Punkte besser als die Jungen, hier sind die Geschlechtsunterschiede geringer als in den OECD-Ländern (10 Punkte).

Die Lebenserwartung bei der Geburt beträgt in Österreich derzeit 81 Jahre – ein Jahr länger als der Schnitt für die Menschen in der restlichen OECD. Dabei können Frauen davon ausgehen, 84 Jahre alt zu werden, Männer 78 Jahre. Die Konzentration von lungenschädigendem Feinstaub in der Luft liegt mit 27,4 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem OECD-Durchschnitt von 20,1 Mikrogramm pro Kubikmeter. Bei der Wasserqualität erzielt Österreich dafür bessere Ergebnisse: 93% der Bevölkerung sind mit ihrem Trinkwasser zufrieden, im OECD-Durchschnitt sind es nur 84%.

Das öffentliche Leben in Österreich ist geprägt durch einen starken Gemeinsinn und hohes bürgerschaftliches Engagement. 95% der Bevölkerung konnten eine Person angeben, die ihnen im Notfall helfen würde – dieser Anteil ist im OECD-Durchschnitt mit 89% niedriger. Die Wahlbeteiligung betrug bei den vergangenen Wahlen 75%: Damit liegt sie über dem OECD-Schnitt von 72%.

Die Lebenszufriedenheit der Österreicher ist höher als die des durchschnittlichen OECD-Bürgers. So gaben 82% an, dass sie an einem gewöhnlichen Tag mehr positive als negative Gefühle haben, sich also häufiger freuen, entspannen oder stolz auf eine Leistung sind als Schmerz, Langeweile oder Trauer zu empfinden. Im OECD-Schnitt lag dieser Wert bei 76%.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich.

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