Schweden

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 9.5 Mio.
Besucher pro Jahr 16 Mio.
Erneuerbare Energien 35.6 %

Überblick

Schweden schneidet im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index in vielen Messgrößen der Lebensqualität sehr gut ab. Seine Werte liegen in fast allen Themenbereichen über dem Durchschnitt, so zum Beispiel beim Zivilengagement, in puncto Bildung, Work-Life-Balance, Gesundheit, subjektives Wohlbefinden, Umwelt, Sicherheit, Beschäftigung, Wohnen und soziale Bindungen.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Schweden beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 28 859 US-$ pro Jahr, was weniger ist als der OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr. Es klafft jedoch eine große Lücke zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen viermal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Schweden rd. 75% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, mehr als im OECD-Durchschnitt (66%) und einer der höchsten in der OECD. Rund 77% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 73% der Frauen. In Schweden haben nur 1% der Arbeitskräfte sehr lange Wochenarbeitszeiten – einer der niedrigsten Werte im OECD-Raum (Durchschnitt: 13%). Dabei beläuft sich der Anteil bei den Männern auf 2%, Frauen sind fast nie betroffen.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Schweden verfügen 82% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, mehr als im OECD-Durchschnitt (76%). Dies trifft in höherem Maße auf Frauen zu als auf Männer, da 81% der Männer, aber 82% der Frauen den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen haben. Bei der Messung der Qualität des Bildungssystems anhand der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die schwedischen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 482 Punkte, weniger als der OECD-Durchschnitt (497 Punkte)liegt. Die Mädchen schnitten in Schweden im Durchschnitt um 20 Punkte besser ab als die Jungen, womit dieser Leistungsabstand größer ist als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte).

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Schweden fast 82 Jahre und liegt damit 2 Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 84 Jahre, die der Männer 80 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 7,3 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Bei der Wasserqualität erzielt Schweden ebenfalls gute Ergebnisse: 95% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, mehr als im OECD-Durchschnitt (81%).

Das öffentliche Leben zeichnet sich in Schweden durch starken Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Eigenen Angaben zufolge kennen 92% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 88% niedriger ist. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 86%. Dieser Wert ist höher als der OECD-Durchschnitt von 68%. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 90%, in den untersten 20% bei geschätzten 84%. Dieser Abstand ist etwas höher als im OECD-Durchschnitt, wo er sich auf 13 Prozentpunkte beläuft. Dies lässt auf eine breite gesellschaftliche Teilhabe an den demokratischen Institutionen in Schweden schließen.

Die Schweden sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,3. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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