Südafrika

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 52.4 Mio.
Besucher pro Jahr 14.5 Mio.
Erneuerbare Energien 11.0 %

Überblick

Seit 1994 macht Südafrika große Fortschritte bei der Bekämpfung der absoluten Armut im Land, durch die soziale Unterstützung von Pensionären, körperlich und geistig Beeinträchtigten und Kindern. Der Zugang zu Bildung, Wohnungen, Elektrizität und weiteren Dienstleistungen wurde stetig ausgeweitet. Als Resultat stieg das Wohlbefinden merklich. Ungeachtet dessen zeigt Südafrika im Vergleich zu anderen OECD Ländern nur in wenigen Indikatoren des Better Life Index eine gute Leistung. Sein Wert liegt nah am Durchschnitt im Themenbereich soziale Bindungen. Es ist unter dem Durchschnitt im Einkommen, Beschäftigung, Wohnen, Gesundheitsstatus, Bildung, Umwelt und Sicherheitsempfinden. 

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Südafrika beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 10 872 US-$ pro Jahr, was weniger ist als der OECD-Durchschnitt von 30 563 US-$ pro Jahr. 

Eine Hauptursache hinter der großen Einkommensungleichheit ist die niedrige Beschäftigungsrate, vor allem bei der schwarzen Bevölkerung. Die Betrachtung der Lage ergibt, dass in Südafrika ca. 43% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, weniger als im OECD-Durchschnitt (67%). Rund 49% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 37% der Frauen. Rund 19% der abhängig Beschäftigten und damit mehr als im OECD-Durchschnitt (13%) haben sehr lange Wochenarbeitszeiten, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 23% und bei den Frauen nur auf 14% beläuft. 

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Südafrika verfügen 65 % der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, was unter dem OECD-Durchschnitt von 74% liegt. 

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Südafrika knapp 57 Jahre. Sie ist damit um 23 Jahre niedriger als im OECD-Durchschnitt (80 Jahre). Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 60 Jahre, die der Männer 56 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 21,6 Mikrogramm pro Kubikmeter etwas über dem OECD-Durchschnitt von 13,9 µg/m3. Bei der Wasserqualität ist Südafrika ebenfalls unter dem OECD Durchschnitt (81%): Nur 69% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden

Das öffentliche Leben ist in Südafrika durch starken Gemeinsinn gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 88% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, leicht unter dem OECD-Durchschnitt (89%). Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 73% – dieser Wert ist über dem OECD-Durchschnitt (69%).

Im Allgemeinen sind die Spanier mit ihrem Leben weniger zufrieden als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 4,8. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

Themen

Südafrika im Einzelnen