Mexiko

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 126.2 Mio.
Besucher pro Jahr 76.7 Mio.
Erneuerbare Energien 8.7 %

Überblick

Mexiko hat im Verlauf des letzten Jahrzehnts gewaltige Fortschritte bei der Verbesserung der Lebensqualität seiner Bürger erzielt, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Beschäftigung. Dennoch schneidet Mexiko im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index nur nach wenigen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Seine Werte liegen über dem Durchschnitt in Zivilengagement, sind aber unterdurchschnittlich in puncto Beschäftigung, subjektives Wohlbefinden, Gesundheit, Umwelt, Wohnen, Einkommen und Vermögen, soziale Beziehungen, Work-Life-Balance, Sicherheit sowie Bildung. Diese Rankings basieren auf frei zugänglichen, ausgewählten Daten. 

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Mexiko liegt das durchschnittliche bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 33 604 US-$ pro Jahr. 

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Mexiko etwa 61% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, weniger als im OECD-Durchschnitt (68%). Rund 79% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 45% der Frauen. Fast 29% der abhängig Beschäftigten und damit so viele wie fast nirgends sonst im OECD-Raum (Durchschnitt (11%) haben sehr lange Wochenarbeitszeiten. Etwa 36% der Männer geben an, dass sie sehr lange arbeiten, bei den Frauen sind es 18%. 

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Mexiko verfügen 38% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt (79%) und der niedrigste Wert in der OECD. Dies trifft in höherem Maße auf Männer zu als auf Frauen: 39% der Männer und 37% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. Bei der Messung der Qualität des Bildungssystems anhand der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die mexikanischen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 416 Punkte, weniger als im OECD-Durchschnitt (486 Punkte). 

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Mexiko 75 Jahre – einer der niedrigsten Werte in der OECD (5 Jahre unter dem Durchschnitt). Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 78 Jahre, die der Männer 73 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 15,6 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem OECD-Durchschnitt von 13,9 µg/m3. Auch bei der Wasserqualität schneidet Mexiko schlechter ab als der OECD-Durchschnitt: 68% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, im Vergleich zu 81% im OECD-Durchschnitt. 

Das öffentliche Leben ist in Mexiko durch moderaten Gemeinsinn und moderates zivilgesellschaftliches Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 81% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt (89%) und der niedrigste Wert OECD-weit. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 63% und war damit niedriger als im OECD-Durchschnitt (68%). 

Die Mexikaner sind im Allgemeinen etwas weniger zufrieden mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 6,5, was dem OECD-Durchschnitt entspricht.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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