Wohnverhältnisse

Hintergrund

Die Wohnverhältnisse sind wichtig für die Lebensqualität. Wohnraum gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen und sollte mehr sein als das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“. Die Wohnung ist der Ort, an dem man schläft, sich erholt, wo man sich sicher fühlt und Platz für sich hat – und sie ist auch ein Ort, an dem man mit der Familie leben kann. All diese Aspekte sorgen dafür, dass man sich in einem Haus zuhause fühlt. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, wie erschwinglich Wohnraum ist.

Räume pro Person, sanitäre Grundausstattung

Wenn wir die Wohnverhältnisse von Menschen betrachten, ist es wichtig zu untersuchen, unter welchen Bedingungen sie leben. Wie viele Personen teilen sich wie viele Räume, verfügt die Wohnung über sanitäre Grundausstattung, etwa eine Toilette?

Die Zahl der Räume in einer Wohnung, geteilt durch die Zahl ihrer Bewohner, gibt Aufschluss darüber, wie beengt die Wohnverhältnisse sind. Zu große Enge kann sich negativ auf die körperliche und mentale Gesundheit auswirken, kann soziale Beziehungen erschweren und Kinder in ihrer Entwicklung hemmen. Außerdem weisen beengte Wohnverhältnisse häufig auch auf unzureichende Wasserversorgung und Abwasserentsorgung hin. Im OECD-Raum stehen den Haushalten durchschnittlich 1,8 Räume pro Person zur Verfügung. 97,9% der Menschen leben in Wohnungen, die mit einer Innentoilette mit Wasserspülung ausgestattet sind.

Wohnausgaben

Zusammengenommen bilden die Kosten für Miete, Gas, Strom, Wasser, Mobiliar und Reparaturarbeiten für viele Menschen monatlich den größten Ausgabenposten. Im OECD-Durchschnitt geben die Haushalte circa 21% ihres Bruttoeinkommens für ihre Wohnung aus. Am höchsten ist dieser Anteil in Tschechien, Lettland und Griechenland mit 26%. In der Russischen Föderation entfallen 11% des verfügbaren Haushaltseinkommens auf die Wohnausgaben.

Wohnverhältnisse im Einzelnen nach Ländern