Kolumbien

Zahlen und Fakten

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Überblick

Kolumbien schneidet im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index nur nach wenigen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Seine Werte liegen im Themenbereich Gesundheit über dem Durchschnitt. Unterdurchschnittlich hingegen ist es hingegen in Bezug auf Beschäftigung, Wohnen, Work-Life-Balance, Bildung, Einkommen und Vermögen, soziale Beziehungen, Umwelt, Zivilengagement, Sicherheit, subjektives Wohlbefinden. Diese Rankings basieren auf frei zugänglichen, ausgewählten Daten. 

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Kolumbien liegt das bereinigte verfügbare Pro-Kopf- Haushaltsnettoeinkommen niedriger als im OECD-Durchschnitt von 33 604 US-$ pro Jahr. 

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Kolumbien etwa 67% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, was leicht über dem OECD-Durchschnitt von 68% liegt. Rund 79% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 56% der Frauen. Fast 27% der abhängig Beschäftigten und damit deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt (11%), haben sehr lange Wochenarbeitszeiten, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 32% und bei den Frauen auf 19% beläuft. 

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Kolumbien verfügen 54% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, weniger als im OECD-Durchschnitt (79%). Dies trifft in höherem Maße auf Frauen als auf Männer zu: 56% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen, im Gegensatz zu 52% der Männer. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, erzielten die Schülerinnen und Schüler in Kolumbien in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 410 Punkte in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieser Wert liegt unter dem OECD-Durchschnitt von 486 Punkten. Obwohl Mädchen in vielen OECD-Ländern besser als Jungen abgeschnitten haben, erreichten die Jungen in Kolumbien zwei Punkte mehr als die Mädchen. 

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Kolumbien bei knapp 76 Jahren und liegt damit unter dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 79 Jahre, die der Männer 73 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 9,6 Mikrogramm pro Kubikmeter unter dem OECD-Durchschnitt von 13,9 µg/m3. Bei der Wasserqualität könnte Kolumbien bessere Ergebnisse erzielen: 75% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, weniger als im OECD-Durchschnitt (81%). 

Das öffentliche Leben ist in Kolumbien durch einen starken Gemeinsinn und mäßigem zivilgesellschaftlichem Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 89% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 89% höher ist. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 53% und liegt damit unter dem OECD-Durchschnitt (68%). 

Die Kolumbianer sind im Allgemeinen weniger zufrieden mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 6,3, was dem unter OECD-Schnitt von 6,5 liegt.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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