Japan

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 127.3 Mio.
Besucher pro Jahr 8.4 Mio.
Erneuerbare Energien 4.2 %

Überblick

Japan schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index in vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. In Bezug auf die Sicherheit liegt das Land an der Spitze. Aber auch in anderen Themenbereichen ist Japan überdurchschnittlich, so etwa beim Einkommen, der Bildung, der Sicherheit den sozialen Beziehungen und der Beschäftigung. Unter dem Durchschnitt befindet es sich beim Wohnen, beim Zivilengagement, dem subjektiven Wohlbefinden, der Work-Life-Balance und der Gesundheit.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Japan beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 27 323 US-$ pro Jahr, was tiefer ist als der OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr. Dabei klafft eine große Lücke zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen über sechsmal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Japan 73% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, mehr als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 82% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 64% der Frauen.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. Japan zählt zu den am besten abschneidenden OECD-Ländern bei der Messung der Qualität seines Bildungssystems. Die japanischen Schülerinnen und Schüler erzielten in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 540 Punkte in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieser Wert liegt über dem OECD-Durchschnitt von 497 und sichert Japan im Hinblick auf die Kompetenzen seiner Schülerinnen und Schüler eine der Spitzen-Positionen unter den OECD-Ländern. In vielen OECD-Ländern schnitten Mädchen besser ab als Jungen, in Japan jedoch erreichen die Jungen im Schnitt einen Punkt mehr als die Mädchen.

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Japan fast 83 Jahre. Das sind 3 Jahre mehr als im OECD-Durchschnitt – einer der höchsten Werte in der OECD. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 87 Jahre, die der Männer 80 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 16 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Bei der Wasserqualität erzielt Japan bessere Ergebnisse: 87% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, verglichen mit 81% im OECD-Durchschnitt.

Das öffentliche Leben ist in Japan durch starken Gemeinsinn und ein moderates zivilgesellschaftliches Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 91% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, was leicht über dem OECD-Durchschnitt von 88% liegt. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 53% und lag damit unter dem OECD-Durchschnitt von 68%. Der sozioökonomische Status kann Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 53%, in den untersten 20% bei geschätzten 49%; damit ist diese Differenz kleiner als im OECD-Durchschnitt, wo sie sich auf 13 Prozentpunkte beläuft.

Die Japaner sind im Allgemeinen weniger zufrieden mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 5,9. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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