Vereinigte Staaten

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 311.6 Mio.
Besucher pro Jahr 171.6 Mio.
Erneuerbare Energien 6.3 %

Überblick

Die Vereinigten Staaten schneidet im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index in vielen Messgrößen der Lebensqualität sehr gut ab. Das Land führt die Liste in Bezug auf Wohnen und Einkommen. Seine Werte liegen aber auch in anderen Themenbereichen über dem Durchschnitt, so etwa bei Gesundheit, Beschäftigung, Bildung, soziale Bindungen, Sicherheit, subjektivem Wohlbefinden, Umwelt und Zivilengagement.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In den Vereinigten Staaten beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 41 071 US-$ pro Jahr – das ist der höchste Wert in der OECD (Durchschnitt: 29 016 US-$). Zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung klafft indessen eine große Lücke – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen achtmal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in den Vereinigten Staaten 68% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, mehr als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 73% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 63% der Frauen. Etwa 12% der abhängig Beschäftigten und damit etwas weniger als im OECD-Durchschnitt (13%) haben sehr lange Wochenarbeitszeiten, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 16% und bei den Frauen auf 7% beläuft.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In den Vereinigten Staaten verfügen 90% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt (76%). Dies trifft in etwas höherem Maße auf Frauen zu als auf Männer, da 89% der Männer, aber 91% der Frauen den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen haben. Bei der Messung der Qualität des Bildungssystems anhand der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die amerikanischen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 492 Punkte, was nahezu dem OECD-Durchschnitt (497 Punkte) entspricht. Die Mädchen schnitten in den Vereinigten Staaten im Durchschnitt um 9 Punkte besser ab als die Jungen, ein etwas höherer Leistungsabstand als im OECD-Durchschnitt.

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in den Vereinigten Staaten fast 79 Jahre und liegt damit 1 Jahr unter dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 81 Jahre, die der Männer 76 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 10,7 Mikrogramm pro Kubikmeter unter dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Die Vereinigten Staaten schneiden auch bei der Wasserqualität gut ab: 84% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, mehr als im OECD-Durchschnitt (81%).

Das öffentliche Leben ist in den Vereinigten Staaten durch starken Gemeinsinn und ein moderates zivilgesellschaftliches Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 90% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, was leicht über dem OECD-Durchschnitt von 88% liegt. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 67% und war etwas geringer als der OECD-Durchschnitt (68%). Der sozioökonomische Status kann Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 75%, in den untersten 20% bei geschätzten 53%. Diese Differenz ist größer als im OECD-Durchschnitt, wo sie sich auf 13Prozentpunkte beläuft. Das lässt darauf schließen, dass die politische Teilhabe der ärmsten sozialen Gruppen in den Vereinigten Staaten zu wünschen übrig lässt.

Die Amerikaner sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 6,9. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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