Deutschland

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 81.9 Mio.
Besucher pro Jahr 30.4 Mio.
Erneuerbare Energien 10.7 %

Überblick

Deutschland schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nach vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Seine Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen Bildung, Work-Life-Balance, Beschäftigung, Umwelt, soziale Beziehungen, Wohnen, Sicherheit und subjektives Wohlbefinden.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Nettoeinkommen eines deutschen Haushalts beläuft sich auf 31 252 US-$ pro Jahr, das ist mehr als der OECD-Durchschnitt von 25 908 US-$. Allerdings ist der Abstand zwischen oben und unten beträchtlich: Die reichsten 20% der Deutschen verdienen mehr als viermal so viel wie die ärmsten 20%.

Etwa 73% der 15- bis 64-Jährigen gehen in Deutschland einer bezahlten Tätigkeit nach – im OECD-Durchschnitt sind es nur 65%. Rund 78% der Männer sind erwerbstätig, bei den Frauen sind es 68%. Sehr lange Wochenarbeitszeiten haben nur 5% der Angestellten (OECD: 13%), wobei die Männer mit 8% gegenüber den Frauen (2%) häufiger betroffen sind.

Eine gute Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Deutschland haben 86% der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. Das sind mehr als im OECD-Durchschnitt (75%), allerdings haben mit 89% etwas mehr Männer einen weiterführenden Abschluss als Frauen (84%). In der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) lagen die deutschen Schülerinnen und Schüler mit durchschnittlich 515 Punkten in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften über dem OECD-Durchschnitt von 497 Punkten. Die Mädchen schnitten in Deutschland um 10 Punkte besser ab als die Jungen, dieser Leistungsabstand ist größer als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte).

Wer heute in Deutschland geboren wird, hat eine Lebenserwartung von fast 81 Jahren – diese liegt ein Jahr über dem OECD-Durchschnitt. Dabei können Frauen mit einer Lebenserwartung von 83 Jahren rechnen, Männer mit 78 Jahren. Die Konzentration von Feinstaub PM10 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die die Lunge schädigen können – ist mit 15,6 Mikrogramm pro Kubikmeter in Ballungszentren deutlich geringer als im OECD-Durchschnitt (20,1 Mikrogramm pro Kubikmeter). Auch bei der Wasserqualität schneidet Deutschland gut ab: 95% der Bevölkerung sind laut eigenen Aussagen zufrieden mit ihrem Trinkwasser. Das ist einer der höchsten Werteim OECD-Raum, wo im Durchschnitt nur 81% der Menschen zufrieden sind.

Das öffentliche Leben in Deutschland ist gekennzeichnet durch starken Gemeinsinn und moderates zivilgesellschaftliches Engagement. Eigenen Angaben zufolge haben 94% der Menschen jemanden, der ihnen im Notfall beistehen würde. Im OECD-Durchschnitt ist dieser Anteil mit 88% niedriger. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den jüngsten Wahlen 72% - mehr als der OECD-Durchschnitt von 68%. Je nach Einkommensgruppe fiel sie unterschiedlich aus: Das Fünftel mit dem höchsten Einkommen wählte zu geschätzten 81%, das mit dem niedrigsten zu geschätzten 59%. Diese Differenz ist wesentlich größer als im OECD-Durchschnitt: Hier liegen 13 Prozentpunkte zwischen Arm und Reich. Daraus lässt sich schließen, dass die gesellschaftliche Teilhabe an den demokratischen Institutionen in Deutschland noch verbessert werden kann.

Die Deutschen sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,0. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,6.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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