Korea

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 50.2 Mio.
Besucher pro Jahr 11.1 Mio.
Erneuerbare Energien 0.7 %

Überblick

Korea schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index in einigen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Seine Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen Zivilengagement, Bildung, Sicherheit und Beschäftigung. Unterdurchschnittlich allerdings sind sie in Bezug auf Einkommen, subjektives Wohlbefinden, die Umwelt, Gesundheit, soziale Beziehungen und die Work-Life-Balance.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Korea beläuft sich das bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt auf 19 372 US-$ pro Jahr, was weniger ist als der OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr. Dabei klafft eine große Lücke zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung – die obersten 20% der Bevölkerung verdienen nahezu sechsmal so viel wie die untersten 20%.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Korea 65% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, etwas weniger als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 76% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 55% der Frauen.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Korea verfügen 85% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, mehr als im OECD-Durchschnitt (76%). Dies trifft in höherem Maße auf Männer zu als auf Frauen: 89% der Männer, aber nur 81% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. Korea zählt bei der Bewertung der Qualität seines Bildungssystems zu den am besten abschneidenden OECD-Ländern. In der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 542 Punkte. Dieser Wert liegt deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 497. Korea ist damit das Land, dass in der PISA Studie unter den OECD-Ländern am besten abgeschnitten hat. Mädchen waren in dem Test einen Punkt besser als Jungen, was weniger ist als der OECD-Schnitt von 8 Punkten.

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Korea 82 Jahre und liegt damit zwei Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 85 Jahre, die der Männer 79 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 29,1 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Auch bei der Wasserqualität schneidet Korea schlechter ab als der OECD-Durchschnitt: 78% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, im Vergleich zu 81% im OECD-Durchschnitt.

Das öffentliche Leben ist in Korea durch moderaten Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 76% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde – das ist einer der niedrigsten Anteile in der OECD. Im OECD-Durchschnitt haben 88% der Menschen eine Vertrauensperson. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 76% und lag damit über dem OECD-Durchschnitt (68%). Der sozioökonomische Status kann Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung Schätzungen zufolge bei nahezu 100%, in den untersten 20% bei geschätzten 71%. Diese Differenz ist wesentlich größer als im OECD-Durchschnitt (13 Prozentpunkte) und lässt darauf schließen, dass die politische Teilhabe der ärmsten Bevölkerungsteile zu wünschen übrig lässt.

Die Koreaner sind mit ihrem Leben im Allgemeinen etwas weniger zufrieden als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 5,8. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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