Chile

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 17.6 Mio.
Besucher pro Jahr 3.6 Mio.
Erneuerbare Energien 24.1 %

Überblick

Chile hat in den letzten zehn Jahren bei der Verbesserung der Lebensqualität seiner Bürger große Fortschritte erzielt. Seit den 1990er Jahren kann Chile eine gute Erfolgsbilanz in Bezug auf Wachstum und Armutsreduzierung vorweisen. Dennoch schneidet Chile im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index nur in wenigen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. In puncto subjektives Wohlbefinden liegen seine Werte nah am Durchschnitt. Unterdurchschnittlich sind sie dagegen in den Themenbereichen Zivilengagement, Gesundheit, Beschäftigung, soziale Beziehungen, Work-Life-Balance, Wohnen, Einkommen und Vermögen, Sicherheit, Bildung und Umwelt.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Chile liegt das bereinigte verfügbare Pro-Kopf- Haushaltsnettoeinkommen niedriger als im OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Chile mehr als 62% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, weniger als im OECD-Durchschnitt (66%). Rund 73% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 52% der Frauen. 14% der abhängig Beschäftigten und damit mehr als im OECD-Durchschnitt (13%) haben sehr lange Wochenarbeitszeiten, wobei sich dieser Anteil bei den Männern auf 17% und bei den Frauen auf 8% beläuft.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Chile verfügen 61% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, weniger als im OECD-Durchschnitt (76%). Dies trifft auf Männer etwas stärker zu als auf Frauen: 62% der Männer und 61% der Frauen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, erzielten die Schülerinnen und Schüler in Chile in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 436 Punkte in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieser Wert liegt unter dem OECD-Durchschnitt von 497 Punkten. Obwohl Mädchen in vielen OECD-Ländern besser als Jungen abgeschnitten haben, erreichten die Jungen in Chile drei Punkte mehr als die Mädchen.

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Chile fast 79 Jahre und liegt damit ein Jahr unter dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 81 Jahre, die der Männer 76 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 18,5 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Bei der Wasserqualität könnte Chile bessere Ergebnisse erzielen: 71% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, weniger als im OECD-Durchschnitt (81%).

Das öffentliche Leben ist in Chile durch mäßigen Gemeinsinn und tiefem zivilgesellschaftlichem Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 82% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 88% höher ist. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 49% und gehörte zu den niedrigsten im OECD-Raum (68%). In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 51%, in den untersten 20% bei geschätzten 52%. Damit ist dieser Abstand wesentlich geringer als im OECD-Durchschnitt, wo er bei 13 Prozentpunkten liegt.

Die Chilenen sind im Allgemeinen gleich zufrieden mit ihrem Leben wie der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 6,5, welches mit dem OECD-Durchschnitt übereinstimmt.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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