Lebenszufriedenheit

Hintergrund

Die Messung von Gefühlen kann zwar subjektiv sein, ist aber dennoch hilfreich, um objektivere Daten zu ergänzen und so die Lebensqualität zwischen den einzelnen Ländern zu vergleichen. Subjektive Einschätzungen liefern Werte zu Gesundheitszustand, Bildungsniveau, Einkommen oder Selbstverwirklichung sowie zu den sozialen Bedingungen der Befragten. Umfragen werden besonders gerne genutzt, um Lebenszufriedenheit und Glücksempfinden zu erfassen.

Lebenszufriedenheit

Der Indikator Lebenszufriedenheit versucht nicht die aktuelle Gefühlslage der Menschen zu erfassen. Vielmehr geht es darum, dass Menschen ihr Leben in einem größeren Zusammenhang einschätzen. Auf einer Skala von 0 bis 10 gaben die Einwohner der OECD-Länder im Durchschnitt einen Zufriedenheitsgrad von 6,5 an. Die allgemeine Zufriedenheit variiert allerdings zwischen den einzelnen OECD-Ländern. In manchen Ländern wie Ungarn, Portugal und der Türkei waren die Durchschnittswerte mit 5,5 oder weniger verhältnismäßig niedrig. Am anderen Ende der Skala lagen Norwegen und die Schweiz – sie erreichten Werte von mehr als 7,6.

Bei der Lebenszufriedenheit von Männern und Frauen besteht in den einzelnen OECD-Ländern kaum ein Unterschied. Allerdings hat das Bildungsniveau einen starken Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden. Während Personen mit einfachem Bildungsstand (Primarstufe) im gesamten OECD-Raum ihre Zufriedenheit nur mit 5,7 bezifferten, liegt dieser Wert für Menschen mit höherem Bildungsabschluss (Fachhochschulabschluss, Hochschulabschluss oder Meister) bei 6,9.

Lebenszufriedenheit im Einzelnen nach Ländern