Island

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 0.3 Mio.
Besucher pro Jahr 0.7 Mio.
Erneuerbare Energien 84.7 %

Überblick

Island schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nach vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Es hält die Spitzenposition in puncto Beschäftigung und soziale Beziehungen, aber auch in anderen Themenbereichen liegen seine Werte über dem Durchschnitt, z.B. beim subjektiven Wohlbefinden, Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und in der Bildung. Unterdurchschnittlich ist Island in den Bereichen Wohnen und Work-Life-Balance. 

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Island liegt das durchschnittliche bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 30 563 US-$ pro Jahr. 

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Island etwa 86% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen – die höchste Quote in der OECD, wo im Durchschnitt 67% dieser Altersgruppe arbeiten. Rund 89% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 83% der Frauen. 

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Island verfügen 78% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, was über dem OECD-Durchschnitt von 74% liegt. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, so erzielten die Schülerinnen und Schüler in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 481 Punkte in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieser Wert liegt unter dem OECD-Durchschnitt von 486 Punkten. Die Mädchen schnitten in Island im Durchschnitt um 15 Punkte besser ab als die Jungen, womit der Leistungsabstand deutlich größer ist als im OECD-Durchschnitt (2 Punkte). 

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Island 83 Jahre und liegt damit drei Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 84 Jahre, die der Männer 81 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 3,0 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 13,9 µg/m3. Island schneidet auch bei der Wasserqualität gut ab: 99% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, was OECD-weit den höchsten Wert darstellt. Der Durchschnitt liegt bei 81%. 

Das öffentliche Leben zeichnet sich in Island durch starken Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Eigenen Angaben zufolge kennen 98% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 89% niedriger ist. Das ist der höchste Wert OECD-weit. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 79%, und liegt somit über dem OECD- Durchschnitt von 69%. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 87%, in den untersten 20% bei geschätzten 75%; damit ist der Abstand etwas geringer als im OECD-Durchschnitt, wo er bei 13 Prozentpunkten liegt. 

Die Isländer sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,5. Das ist viel höher als im OECD-Raum, wo der Durchschnitt bei 6,5 liegt.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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