Island

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 0.3 Mio.
Besucher pro Jahr 0.7 Mio.
Erneuerbare Energien 84.7 %

Überblick

Island schneidet im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nach vielen Messgrößen der Lebensqualität gut ab. Es hält die Spitzenposition in puncto Beschäftigung, aber auch in anderen Themenbereichen liegen seine Werte über dem Durchschnitt, z.B. bei den sozialen Beziehungen, beim subjektiven Wohlbefinden, Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und in der Bildung. Unterdurchschnittlich klassiert sich Island in Wohnverhältnissen und Work-Life-Balance.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In Island liegt das durchschnittliche bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen unter dem OECD-Durchschnitt von 29 016 US-$ pro Jahr.

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in Island etwa 82% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen – die höchste Quote in der OECD, wo im Durchschnitt 66% dieser Altersgruppe arbeiten. Rund 84% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 80% der Frauen.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In Island verfügen 73% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, was unter dem OECD-Durchschnitt von 76% liegt. Dies trifft eher auf Männer als auf Frauen zu, da 74% der Männer und 72% der Frauen den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen haben. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, so erzielten die Schülerinnen und Schüler in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) durchschnittlich 484 Punkte in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieser Wert liegt unter dem OECD-Durchschnitt von 497 Punkten. Die Mädchen schnitten in Island im Durchschnitt um 20 Punkte besser ab als die Jungen, womit der Leistungsabstand größer ist als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte).

Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in Island 82 Jahre und liegt damit 2 Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 84 Jahre, die der Männer 81 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM2,5 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 7,2 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 14,05 µg/m3. Island schneidet auch bei der Wasserqualität gut ab: 97% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, was OECD-weit einen der höchsten Anteile darstellt. Der Durchschnitt liegt bei 81%.

Das öffentliche Leben zeichnet sich in Island durch starken Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Eigenen Angaben zufolge kennen 96% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 88% niedriger ist. Das ist einer der höchsten Werte OECD-weit. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 81%, und liegt somit über dem OECD- Durchschnitt von 68%. In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 89%, in den untersten 20% bei geschätzten 77%; damit ist der Abstand etwas geringer als im OECD-Durchschnitt, wo er bei 13 Prozentpunkten liegt.

Die Isländer sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,5. Das ist viel höher als im OECD-Raum, wo der Durchschnitt bei 6,5 liegt.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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