Schweiz

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 7.9 Mio.
Besucher pro Jahr 8.6 Mio.
Erneuerbare Energien 20.42 %

Überblick

Die Schweiz belegt in vielen Teilbereichen des Better Life Index einen Spitzenplatz – die allgemeine Lebensqualität ist hier sehr gut.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. 30 745 US-$ stehen einem Schweizer Haushalt pro Kopf durchschnittlich pro Jahr zur Verfügung, die Haushaltsnettoeinkommen sind also deutlich höher als im OECD-Durchschnitt (23 938US-$). Die Lücke zwischen dem ärmsten und dem reichsten Teil der Bevölkerung ist allerdings groß – die obersten 20% der Schweizer verdienen nahezu fünfmal so viel wie die untersten 20%.

79% der 15- bis 64-Jährigen haben eine bezahlte Arbeit, im OECD-Durchschnitt  sind es 65%, also erheblich weniger. Mit 85% sind Männer häufiger erwerbstätig als Frauen (74%). 1 632 Arbeitsstunden kommen pro Jahr für den durchschnittlichen Schweizer zusammen, gegenüber 1 765 Stunden im gesamten OECD-Raum. Was die Messung der Qualität des Bildungssystems anbelangt, so erzielten die Schülerinnen und Schüler in der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 518 Punkte, 21 mehr als der OECD-Durchschnitt. Die Mädchen schnitten im Durchschnitt um 6 Punkte besser ab als die Jungen, womit dieser Unterschied in den Leistungen geringer war als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte). 86% der 25- bis 64-Jährigen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen, mehr als im OECD-Durchschnitt (75%). Die Männer sind hier jedoch mit 89% in der Überzahl (Frauen: 83%). Diese Ungleichverteilung zwischen den Geschlechtern ist größer als im OECD-Durchschnitt, Frauen sollten also bestärkt werden, weiterführende Abschlüsse anzustreben.

Die Lebenserwartung in der Schweiz ist hoch: Mädchen, die heute geboren werden, erreichen durchschnittlich ein Alter von 85 Jahren, bei den Jungen sind es 81 Jahre. Insgesamt ergibt das eine Lebenserwartung von fast 83 Jahren – drei Jahre mehr als der OECD-Durchschnitt. Die Konzentration von Feinstaub, der die Lunge schädigen kann, liegt mit 19,8 Mikrogramm pro Kubikmeter etwas über dem durchschnittlichen Wert in der gesamten OECD (20,1 Mikrogramm pro Kubikmeter). Dafür ist die Wasserqualität nach Einschätzung der Bürger hoch: 95% der Bevölkerung sind zufrieden mit ihrem Trinkwasser, deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt (84%).

Ein starker Gemeinsinn und moderates zivilgesellschaftliches Engagement prägen das öffentliche Leben in der Schweiz. 94% der Schweizer können sich nach eigenen Angaben darauf verlassen, dass ihnen im Notfall jemand Beistand leistet – im OECD-Durchschnitt geben nur 89% an, eine solche Vertrauensperson zu haben. Die Wahlbeteiligung in der Schweiz ist mit 49% bei den jüngsten Nationalratswahlen die niedrigste in der OECD: Im Durchschnitt gehen immerhin 72% der Bürger zur Wahl. Allerdings variiert die Beteiligung stark nach sozialem Hintergrund: Das reichste Fünftel der Bevölkerung wählte zu geschätzten 61%, während das ärmste Fünftel nur geschätzte 43% der Wahlberechtigten mobilisieren konnte. Im OECD-Durchschnitt unterscheiden sich die Gruppen am jeweiligen Ende der Einkommensskala nur um 11 Prozentpunkte.

Die Menschen in der Schweiz sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. 84% berichten, dass an einem gewöhnlichen Tag positive Erlebnisse die negativen überwiegen: So gebe es häufiger Augenblicke, in denen sie sich freuen, entspannen oder stolz auf eine Leistung sind, als solche, in denen sie Schmerzen oder Langeweile haben, sich sorgen oder traurig sind. Im OECD-Durchschnitt sagen das nur 76% der Menschen von sich.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich.

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