Schweiz

Zahlen und Fakten

indicator value unit
Einwohner 8.5 Mio.
Besucher pro Jahr 8.6 Mio.
Erneuerbare Energien 20.5 %

Überblick

Die Schweiz schneidet im Vergleich mit anderen Ländern des Better Life Index in vielen Messgrößen der Lebensqualität sehr gut ab. Ihre Werte liegen über dem Durchschnitt in den Themenbereichen subjektives Wohlbefinden, Beschäftigung, Einkommen und Vermögen, Gesundheit, soziale Beziehungen, Umwelt, Bildung, Work-Life-Balance, Wohnen und Sicherheit. Weniger gut sind sie beim Zivilengagement. Diese Rankings basieren auf frei zugänglichen, ausgewählten Daten.

Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. 37 466 US-$ stehen einem Schweizer Haushalt pro Kopf durchschnittlich pro Jahr zur Verfügung, die Haushaltsnettoeinkommen sind also deutlich höher als im OECD-Durchschnitt (33 604 US-$). Die Lücke zwischen dem ärmsten und dem reichsten Teil der Bevölkerung ist allerdings groß – die obersten 20% der Schweizer verdienen etwa fünfmal so viel wie die untersten 20%.

80% der 15- bis 64-Jährigen haben eine bezahlte Arbeit. Das ist einer der höchsten Werteim OECD-Raum, wo der Durchschnitt bei 68% liegt. Mit 84% sind Männer häufiger erwerbstätig als Frauen (75%). Nur 0,4% der Arbeitskräfte haben sehr lange Wochenarbeitszeiten – einer der niedrigsten Werte im OECD-Raum (Durchschnitt: 11%). Dabei beläuft sich der Anteil bei den Männern auf etwa 1% und bei den Frauen sind es so gut wie keine.

Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. 88% der 25- bis 64-Jährigen haben den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen, mehr als im OECD-Durchschnitt (79%). Die Männer sind hier jedoch mit 89% in der Überzahl (Frauen: 86%). Ein Indikator für die Qualität des Bildungssystems sind die Ergebnisse der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Hier erzielten die Schweizer Schülerinnen und Schüler durchschnittlich 506 Punkte, 18 mehr als der OECD-Durchschnitt. Die Mädchen schnitten im Durchschnitt um 3 Punkte besser ab als die Jungen. Dieser Unterschied in den Leistungen ist geringer als im OECD-Durchschnitt (2 Punkte).

Die Lebenserwartung in der Schweiz gehört zu den höchsten im OECD-Raum: Mädchen, die heute geboren werden, erreichen durchschnittlich ein Alter von 86 Jahren, bei den Jungen sind es 82 Jahre. Insgesamt ergibt das eine Lebenserwartung von 84 Jahren – vier Jahre mehr als der OECD-Durchschnitt. Die Konzentration von Feinstaub, der die Lunge schädigen kann, liegt mit 14,5 Mikrogramm pro Kubikmeter über dem durchschnittlichen Wert in der gesamten OECD (13,9 Mikrogramm pro Kubikmeter). Dafür ist die Wasserqualität nach Einschätzung der Bürger hoch: 95% der Bevölkerung sind zufrieden mit ihrem Trinkwasser, deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt (81%). 

Ein starker Gemeinsinn und moderates zivilgesellschaftliches Engagement prägen das öffentliche Leben in der Schweiz. 93% der Schweizer können sich nach eigenen Angaben darauf verlassen, dass ihnen im Notfall jemand Beistand leistet – im OECD-Durchschnitt geben nur 89% an, eine solche Vertrauensperson zu haben. Die Wahlbeteiligung in der Schweiz ist mit 49% bei den jüngsten Nationalratswahlen die niedrigste in der OECD: Im Durchschnitt gehen immerhin 68% der Bürger zur Wahl. Allerdings berücksichtigt dieser Wert nicht, dass die Schweiz eine besonders direkte Form der Demokratie praktiziert. Das reichste Fünftel der Bevölkerung wählte zu geschätzten 57%, während das ärmste Fünftel nur geschätzte 41% der Wahlberechtigten mobilisieren konnte. Im OECD-Durchschnitt unterscheiden sich die Gruppen am jeweiligen Ende der Einkommensskala nur um 13 Prozentpunkte.

Die Menschen in der Schweiz sind im Allgemeinen zufriedener mit ihrem Leben als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 7,5. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,5.

Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.

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